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Was unsere Gemeinde bewegt (Auszug aus dem Gemeindebrief April / Mai 2020)

Was unsere Gemeinde bewegt

Besondere Umstände erfordern außergewöhnlich engagierte Menschen.
Diese wunderbare Erfahrung dürfen wir seit etlichen Monaten machen.
Was unsere Mitarbeitenden im Gemeindehaus, im Büro, in den diakonischen Arbeitsfeldern, in der Senioren- und der Jugendarbeit, in der Pützdorfer Straße, im Kindergarten, unsere Prädikanten und all die vielen anderen leisten- das ist sagenhaft. Wir sagen Euch Danke, wohlwissend, dass das eigentlich viel zu wenig ist.
Wir spüren, dass Ihr das aus Liebe zu der Gemeinde und zu den Menschen in der Gemeinde macht. Und wenn es in den vergangenen Monaten nicht gerade einfacher geworden ist, so schauen wir doch gerade wegen Euch zuversichtlich in die Zukunft.

Besondere Umstände erfordern eine mutige und ausdauernde Leitung.
Unser Presbyterium hat sich allen Widrigkeiten gestellt und „den Laden zusammengehalten“.
Wir werden Menschen aus unserem Leitungsgremium verabschieden. Simone Dreuw, Kurt Zeidler, Michaele Stroben - Ihr habt solidarisch der Gemeinde eure Liebe zu ihr und eure Talente zur Verfügung gestellt. Wir wünschen uns, dass es für euch nicht nur eine aufwändige, sondern auch eine bereichernde Zeit gewesen ist.
Gott schütze Euch bei all euren Unternehmungen.
Es gibt neue Menschen in unserem Gremium. Markus Wolff, Annabelle Hampe und Sarah Feist werden ihre Ideen und ihre Energie einsetzen. Wir freuen uns.
Die Mitglieder des neuen Presbyteriums werden sich im nächsten Gemeindebrief in Wort und Bild vorstellen.

Besondere Umstände müssen nicht Stillstand bedeuten.
Unser Aldenhovener Tisch, Anlaufstelle für etliche Menschen, wird einen Leitungs- und Strukturwechsel erfahren, der mit den vielen ehrenamtlichen Mitarbeitenden intensiv besprochen wird. An dieser Stelle danken wir aus tiefstem Herzen Manuel Millkorb, der im Rahmen seiner Bürgerarbeit eine lange Zeit unseren Tisch leitete. Vielleicht bleibt ihm ja etwas Zeit, weiter ehrenamtlich im Team mit zu arbeiten. Wir würden uns sehr freuen. Auch die Konzeption unseres Vennhauses wird eine Änderung erfahren. Die belgischen Behörden haben uns darauf hingewiesen, dass „Freizeithäuser“ Standards erfüllen müssen, die in dieser Weite nicht von uns erfüllt werden können. Deshalb wollen wir uns in Zukunft deutlicher auf kirchliche und gemeindliche Gruppen konzentrieren, und diakonische Ziele in den Mittelpunkt stellen. Das Vennhaus ist ein gemeindliches Haus, ein Stück gemeindliche Identität. 

Für einige Zeit wird die Taufgottesdienst- Ordnung unserer Gemeinde gebündelt werden. Über Monate hinweg haben wir alle individuellen Kasualwünsche (Taufen, Trauungen, Beerdigungen) bedient. Wir müssen aber nun auf die Ressourcen unserer Prädikanten Rücksicht nehmen, die seit 8 Monaten alle Dienste aufrechterhalten haben. Wollen Sie also in unserer Gemeinde taufen, so lassen Sie sich bitte auf die Tauftermine am 25.4. oder 30.5.2020 jeweils um 15.00 ein.
Auch in den Folgemonaten wird es jeweils einen Tauftermin pro Monat geben.
Besondere Umstände bewahren auch Altvertrautes.
Folgenden Gottesdienst legen wir Ihnen besonders ans Herz:
31.05.2020 10.15 Uhr Pfingstgottesdienst mit Abendmahl

Besondere Umstände sind nicht immer schön.
Und was ist nun mit unserem Pfarrer?
Er ist weiterhin beurlaubt. Wie lange das andauern wird, das liegt nicht in unseren Händen. Justiz und Kirche haben darüber zu entscheiden.
Dass es Menschen in und außerhalb unserer Gemeinde gibt, die ihn gerne woanders sähen: Damit lernen wir umzugehen.
Gerade deswegen hoffen wir auf eine positive Klärung.
Besondere Umstände müssen manchmal ausgehalten werden.

Liebe Menschen in unserer Gemeinde.
Zum Schluss noch eine Bitte. Halten Sie weiter zu unserer Gemeinde und bleiben Sie ihr treu. Wir sehen natürlich auch, dass unsere Gottesdienste und manche Gemeindeveranstaltung nicht mehr so großen Zuspruch finden.
Wir wissen, dass jede Menge unserer Leichtigkeit und Unbeschwertheit verloren gegangen ist. Wir spüren ebenfalls die Traurigkeit bei vielen Menschen.
Das wird vielleicht einige Protagonisten freuen. Dennoch vertrauen wir darauf, dass Gott unsere Gemeinde weiter liebt und einen Plan mit uns hat.

Gott segne Sie alle.